Vitamin D zur sekundären Prävention von Stürzen nach Hüftfraktur |
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Informationen zur UntersuchungIn dieser Untersuchung soll der Einfluss von Vitamin D plus Kalzium und verbesserter Rehabilitationmassnahmen auf das Sturzrisiko bei älteren Personen mit erlittener Hüftfraktur untersucht werden. Hinsichtlich Vitamin D plus Kalzium erhalten alle TeilnehmerInnen während der Untersuchung für 12 Monate entweder die derzeit empfohlene Standard Vitamin-D-Dosis von 800 Einheiten pro Tag plus 1‘000 mg Kalzium, oder neben dieser Standardtherapie eine zusätzliche Kapsel von 1'200 Einheiten Vitamin D. Die TeilnehmerInnen und die ÄrztInnen wissen nicht, welcher Gruppe Sie zugeordnet sind. Sie erhalten entweder die Kapsel mit Vitamin D oder ein gleich aussehendes Scheinpräparat zur täglichen Einnahme. Die höhere Dosis von total 2'000 Einheiten Vitamin D entspricht der oberen sicheren Einnahmemenge von Vitamin D. Es wurde in zahlreichen Untersuchungen gezeigt, dass Einnahmen bis 10‘000 Einheiten sicher und mit keinen Nebenwirkungen verbunden sind. 10‘000 Einheiten und mehr pro Tag produzieren junge Menschen, wenn Sie einen Tag an der Sonne am Strand verbringen. Hinsichtlich Rehabilitationsmassnahmen erhalten alle TeilnehmerInnen während des Krankenhausaufenthaltes entweder das jetzige Standardprogramm mit Krankengymnastik und Mobilisierung oder ein Therapie Programm mit intensiveren Physiotherapie-Einheiten.
Warum diese Untersuchung wichtig ist: Sie wurden für eine Teilnahme an dieser Untersuchung angefragt, weil Sie kürzlich eine Hüftfraktur erlitten haben, welche operativ behandelt werden musste. Ihre Hüftfraktur zeigt uns, dass Sie eine erhöhte Knochenbrüchigkeit und ein erhöhtes Risiko für einen Sturz haben. Daher glauben wir, dass Sie von unserer Untersuchung profitieren können. An dieser Untersuchung werden mindestens 300 Männer und Frauen im Alter von 65 Jahren und älter teilnehmen. Die Untersuchung findet am Stadtspital Triemli statt. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt diese Untersuchung. Sonstige medikamentöse Therapien für die Osteoporose (Knochenschwäche) werden Ihnen nach gültigen Richtlinien verabreicht. Heute werden häufig sogenannte orale Bisphosphonate zur Verhinderung des Knochenabbaus (z. B. Alendronat und Risedronat) als Wochentablette verabreicht. Falls diese Medikamente nicht als Tabletten eingenommen werden können oder Kontraindikationen bestehen, wird Ihnen der Arzt allenfalls eine Infusionstherapie (z B. mit Pamidronat, Ibandronat oder Zoledronat) vorschlagen. Diese Therapien bieten wir Ihnen im Rahmen der Standardtherapie an und sie sind unabhängig von der geplanten Untersuchung.
Alle TeilnehmerInnen erhalten für 1 Jahr die Untersuchungsmedikamente gratis
Ihre Teilnahme an dieser Untersuchung ist freiwillig Falls Sie nicht an der Untersuchung teilnehmen möchten, können wir Sie nach dem Krankenhausaustritt nicht so umfassend betreuen, wie es den Teilnehmenden angeboten wird. Ausserdem können wir nicht sicherstellen, dass Sie Vitamin D und Kalzium zumindest in der Standarddosierung erhalten. Andere Behandlungsmöglichkeiten bezüglich Physiotherapie gibt es heute unterschiedliche Behandlungsstandards. Diese umfassen keine Therapie, Therapie nur jeden zweiten bis dritten Tag bis zur regelmässigen täglichen Therapie an Werktagen im Rahmen von ca. 20 - 30 Minuten. Dies ist der übliche Physiotherapie-Standard der in schweizerischen Akutspitälern praktiziert wird. Zur Physiotherapie gibt es keine alternative Therapiemöglichkeit. Sie können jedoch auf Wunsch gänzlich auf eine aktive Physiotherapie verzichten. Dann findet die Aktivierung zum Teil im Rahmen der Aktivierungs-Pflege (Mithilfe der Krankenschwester beim Aufstehen) statt. Andere Therapiemöglichkeiten bezüglich Vitamin D: Bezüglich Vitamin D gibt es keine alternativen Therapiemöglichkeiten. Es wird jedoch aufgrund internationaler Ernährungserkenntnissen empfohlen eine Mindestdosis von Vitamin D einzunehmen. Diese beträgt heute 800 Einheiten pro Tag. Selbstverständlich bleiben alle Ergebnisse und alle erfassten Daten anonym. In dieser Untersuchung werden persönliche Daten von Ihnen erfasst. Diese Daten werden anonymisiert. Sie sind nur Fachleuten zur wissenschaftlichen Auswertung und der Ethikkommission zugänglich. Während der ganzen Untersuchung und bei den erwähnten Kontrollen wird die Vertraulichkeit strikt gewährt. |